Kolbenente

Die Kolbenente (Netta rufina) ist eine auffällige Entenart, die vor allem durch den leuchtend roten Schnabel des Männchens bekannt ist. Das Männchen hat zusätzlich ein kontrastreiches schwarz-weisses Gefieder, während das Weibchen überwiegend braun gefärbt ist, damit sie beim Brüten gut getarnt ist. Kolbenenten sind mittelgross, etwa 50–60 cm lang, mit einer Flügelspannweite von 80–90 cm und einem Gewicht von etwa 700–1'200 g. Sie haben einen gedrungenen Körperbau, der ihnen hilft, sich im Wasser flink zu bewegen. Ihr Lebensraum sind vor allem Seen, Teiche, langsam fliessende Flüsse und Süsswassergebiete mit dichter Vegetation. Kolbenenten ernähren sich überwiegend von Samen, Wasserpflanzen, kleinen Insekten und Krebstieren. Sie sind oft scheu, lassen sich aber manchmal in offenen Gewässern beobachten. Die Brutzeit liegt meist im Frühling. Kolbenenten bilden Paare für eine Brutsaison, und beide Eltern kümmern sich um die Jungen. Das Weibchen legt etwa 8–12 Eier, die rund 25–28 Tage lang bebrütet werden. Die Kolbenente ist in Europa nicht sehr häufig, kommt aber besonders in Nord- und Mitteleuropa vor. Durch den auffälligen roten Schnabel des Männchens lässt sie sich leicht von anderen Entenarten unterscheiden. Sie gilt als schutzbedürftig, da viele ihrer Lebensräume bedroht sind.