Stockente
Die Stockente (Anas platyrhynchos) ist die weltweit am weitesten verbreitete Gründel- bzw. Schwimmente und zugleich die häufigste Entenart in unserer Region. Ihr Schnabel funktioniert wie ein Sieb: Wasser fliesst ab, während essbare Bestandteile zurückgehalten werden. Stockenten sind Allesfresser (omnivor) und nehmen nahezu jede geeignete Nahrung auf. Bevorzugt fressen sie pflanzliche Kost wie Samen, Früchte sowie grüne Wasser-, Ufer- und Landpflanzen. Ergänzend ernähren sie sich von Schnecken, Insektenlarven, kleinen Krebsen und Fischen, Kaulquappen sowie Würmern. Je nach Region zeigen Stockenten unterschiedliches Zugverhalten: Sie treten sowohl als Standvögel als auch als Kurzstreckenzieher auf. Ihre Verbreitung erstreckt sich über die gesamte Nordhalbkugel. Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit können sie in verschiedensten Lebensräumen brüten, sofern Gewässer in der Nähe vorhanden sind. Mit Beginn der Brutzeit endet die Paarbindung zwischen Weibchen und Erpel, und das Weibchen übernimmt allein die Brutpflege. Ihr Name Anas ist das lateinische Wort für „Ente“. Und platyrhynchos bedeutet „Breitschnabel“ aus dem Griechischen: platys = breit, rhynchos = Schnabel. Also „Ente mit breitem Schnabel“. Länge: 50-65 cm / Spannweite: 81-98 cm / Gewicht: 850-1400 g / Höchstalter CH 15 Jahre 7 Monate.
Fotos oben: Thun 9. und 10.04.2026. Die Fotos sind am Fotokurs "Wasservögel", Veranstalter thomas heitmar unter der Leitung von Patrick Reuter entstanden. Siehe auch Kolbenente, Haubentaucher und Gänsesäger.
Fotos oben: Neeracherried 01.04.2026