Wanderfalke

Der Wanderfalke (Falco peregrinus) ist ein Kosmopolit und gilt als der am weitesten verbreitete Greifvogel der Welt. Er besiedelt nahezu alle Kontinente mit Ausnahme der Antarktis. Wanderfalken sind hochspezialisierte Luftjäger. Ihre Nahrung besteht fast ausschliesslich aus kleinen bis mittelgrossen Vögeln bis etwa taubengross, die sie im freien Luftraum schlagen. Berühmt ist der spektakuläre Sturzflug (Stossflug) aus grosser Höhe, bei dem Spitzengeschwindigkeiten von etwa 180 bis über 320 km/h erreicht werden – damit ist der Wanderfalke das schnellste bekannte Tier der Erde. Seine aerodynamische Körperform, extrem kräftige Brustmuskulatur und spezielle Nasenöffnungen, die den Luftdruck regulieren, machen diese Geschwindigkeiten überhaupt erst möglich. Ausserhalb der Brutzeit leben Wanderfalken als Einzelgänger. Während der Fortpflanzungszeit verteidigen sie ihr Brutrevier energisch gegen Artgenossen. Ein Paar bleibt in der Regel lebenslang zusammen. Typisch für Greifvögel ist der Grössenunterschied zwischen den Geschlechtern: Das Weibchen ist deutlich grösser und schwerer als das Männchen. In der Schweiz brüten derzeit rund 300 Paare. Länge: 36–48 cm / Spannweite: 89–113 cm / Gewicht: 600–1300 g.