Schwarzkopfmöwe
Die Schwarzkopfmöwe (Ichthyaetus melanocephalus). Der Kurzstreckenzieher lebt überwiegend an Küsten, wird jedoch gelegentlich auch im Binnenland beobachtet. In der Schweiz ist sie selten zu beobachten und brütet nur in kleiner Zahl. Im Prachtkleid besitzt sie eine auffällige, tiefschwarze Kapuze, die sich bis in den Nacken zieht. Die ähnlich aussehende Lachmöwe unterscheidet sich dadurch, dass ihre Kapuze dunkelbraun ist und nur bis zum Hinterkopf reicht. Der Schnabel der Schwarzkopfmöwe ist meist gelb bis orange gefärbt, kann aber auch rötlich erscheinen; charakteristisch ist ein dunkles Band zwischen Schnabelspitze und Schnabelbasis. Ihr Bestand gilt als gefährdet. Der wissenschaftliche Name Ichthyaetus melanocephalus stammt aus dem Griechischen: „ichthys“ bedeutet Fisch, „aetos“ Adler, „melas“ schwarz und „kephalē“ Kopf. Wörtlich lässt sich der Name daher als „schwarzköpfiger Fischadler“ übersetzen, wobei „Adler“ hier nicht im biologischen Sinn gemeint ist, sondern allgemein einen fischfressenden Vogel beschreibt. Die Schwarzkopfmöwe erreicht eine Länge von 37 bis 40 cm, eine Spannweite von 94 bis 102 cm und ein Gewicht von etwa 220 bis 350 g.
Fotos oben: Neeracherried 28.03.2026