Uferschnepfe
Die Uferschnepfe (Limosa limosa) trägt ihren Namen nicht ohne Grund: Die wissenschaftliche Bezeichnung leitet sich vom lateinischen limus für „Schlamm“ ab – ein direkter Hinweis auf ihre Nahrungssuche im weichen Schlick. Ihr markantestes Werkzeug ist der bis zu 10 cm lange, absolut gerade Schnabel, den sie bei der Futtersuche vollständig im Boden versenken kann. Als Mittel- und Langstreckenzieher legt sie beachtliche Distanzen zurück: Während sie nur etwa drei Monate im Brutgebiet verbringt, verweilt sie fünf bis sieben Monate in ihren Winterquartieren – von den Britischen Inseln über den Mittelmeerraum bis hin zu Afrika südlich der Sahara oder dem Persischen Golf. Auf ihrem Zug erreicht sie dabei beeindruckende Flughöhen von 4.000 bis 6.000 Metern. Die Vögel führen meist monogame Saisonehen, wobei eine langjährige Partnertreue häufig nachgewiesen wurde. Zwischen Mitte März und Ende April erreicht die spektakuläre Balz ihren Höhepunkt, wenn die Paare ihre Reviere besetzen. Die Uferschnepfe kann die Spitze ihres Schnabels unabhängig vom Rest öffnen (Dyskinese), während sie tief im Schlamm stochert, um Beute zu greifen. Länge: 40-44 cm / Spannweite: 70-82 cm / Gewicht: 280-500 g.