Alpenschneehuhn

Das Alpenschneehuhn (Lagopus muta) gehört zur Familie der Fasanenartigen und ist ein faszinierender Bewohner der alpinen Höhenlagen sowie der arktischen Regionen des Nordens. Mit seinem jahreszeitlich wechselnden Federkleid verfügt es über eine der eindrucksvollsten Tarnungen der Vogelwelt. Sein Gefieder passt sich perfekt an die Umgebung an – im Winter schneeweiß, im Sommer graubraun – sodass die Vögel selbst aus kurzer Entfernung oft kaum zu entdecken sind. Diese erstaunliche Anpassungsfähigkeit zeigt einmal mehr Gottes Schöpfungsvielfallt. Alpenschneehühner leben meist in dauerhaften Paarbindungen. Das Männchen wählt das Brutrevier aus und verteidigt es, während das Weibchen das Nest baut und die Eier ausbrütet. Nach der Aufzucht der Jungen schließen sich die Familienverbände gegen Ende August und Anfang September wieder zu größeren Gruppen zusammen. Besonders beeindruckend sind die gewaltigen Herbstschwärme: Dann können sich bis zu 300 Vögel zu einem einzigen Trupp zusammenschließen. Mit dem Beginn des Winters lösen sich diese großen Verbände jedoch wieder auf und verteilen sich in kleineren Gruppen über weite Gebiete der Berglandschaften und Tundren. Trotz seiner hervorragenden Tarnung wird das Alpenschneehuhn in vielen Ländern bejagt. In Island beispielsweise darf jeder Jäger pro Saison höchstens vier Schneehühner erlegen. Länge: 34-36 cm / Spannweite: 54-60 cm / Gewicht: 400-600 g.