Gerfalke
Der Gerfalke (Falco rusticolus) ist die größte Falkenart der Welt und erreicht etwa die Größe eines Mäusebussards. Als beeindruckender Bewohner der arktischen Tundren und Gebirgslandschaften rund um den Nordpol zeugt er von der Vielfalt und Perfektion in Gottes Schöpfung. Er lebt überwiegend als Standvogel in diesen rauen Lebensräumen und ist hervorragend an die extremen Bedingungen des Nordens angepasst. Wie der Wanderfalke jagt der Gerfalke, indem er sich im kraftvollen Sturzflug von oben auf seine Beute stürzt. Falkner berichten sogar, dass seine Sturzfluggeschwindigkeit, die des Wanderfalken übertreffen kann. Mit seinem charakteristischen „Falkenzahn“ an der Schnabelspitze kann er das Genick seiner Beute schnell brechen. Dadurch eignet er sich besonders für die Jagd auf mittelgroße Vögel und andere Beutetiere. In Island sind die Bestände stark zurückgegangen. Deshalb stehen sie unter strengem Schutz. Zeitweise wurden die wenigen bekannten Nester während der Brutzeit rund um die Uhr bewacht. Besonders in den arabischen Ländern geniesst der Gerfalke seit Jahrhunderten hohes Ansehen als Beizvogel und gilt als Statussymbol. Für Eier oder Jungvögel wurden teilweise Beträge von mehreren zehntausend Euro gezahlt. Seine Größe, Kraft und Eleganz machen ihn zu einem der begehrtesten Jagdfalken der Welt. Daher wird der genaue Standort dieses so imposanten Vogels auch nicht verraten. Länge: 53–63 cm / Flügelspannweite: 109–134 cm / Gewicht: 1,3–1,7 kg.