Schmarotzerraubmöwe

Die Schmarotzerraubmöwe (Stercorarius parasiticus) ist die häufigste Raubmöwe der arktischen Regionen. Diese geschickte Jägerin hat sich, wie es der Artname schon aussagt, darauf spezialisiert, anderen Seevögeln ihre Nahrung im Flug abzujagen. Ihre Brutzeit ist genau auf die Brutzeit anderer Vogelarten, wie der Papageitaucher, abgestimmt, sodass sie genügend Vögel findet, die sie bestehen kann. Während ihres Winterzuges ernährt sie sich zu bis zu 95 % durch sogenannten Kleptoparasitismus – sie nutzt also ihre Schnelligkeit und Flugkunst, um anderen Vögeln die Beute abzunehmen. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h verfolgt sie ihre Opfer oft hartnäckig, bis diese ihre Nahrung fallen lassen. Erstaunlich ist auch ihre weite Reise: Nach der Brutzeit zieht die Schmarotzerraubmöwe bis weit südlich des Äquators, um dort zu überwintern. Ihr Verhalten, ihre Ausdauer und ihre perfekten Anpassungen an ihren Lebensraum lassen uns einmal mehr über Gottes Schöpfungswerk staunen. Länge: 37–44 cm / Spannweite: 108–118 cm / Gewicht: 380–600 g.