Trottenlumme
Die Trottellumme (Uria aalge), eine von zwei Arten aus der Gattung der Lummen, ist ein faszinierendes Zeugnis für die Durchdachtheit der Schöpfung. Gott hat diesen Vögeln einen Lebensraum zugewiesen, der von Dynamik geprägt ist: Ihre riesigen Kolonien schlagen sie bevorzugt dort auf, wo kalte und warme Meeresströmungen aufeinandertreffen und für ein reiches Nahrungsangebot sorgen. Das Brutgebiet dieser tag- und dämmerungsaktiven Vögel erstreckt sich über die rauen Küsten des Nordatlantiks, des Nordpazifiks sowie die angrenzenden Eismeerküsten. Mit einer Körpergrösse von 38 bis 46 cm und einem Gewicht von rund einem Kilogramm ist die Trottellumme optisch gut mit einer Stockente zu vergleichen. Ihre Flügelspannweite misst stolze 61 bis 73 cm. Als Brutplätze dienen den Lummen steile Felsklippen, wo sie auf schmalen Felsbändern und winzigen Vorsprüngen hoch über dem Meer nisten. Einmal im Jahr ziehen Trottellummen ein einziges Küken gross. Weil die Eier auf den nackten, schmalen Felsvorsprüngen extremen Bedingungen ausgesetzt sind, hat Gott sie mit einer biologischen Meisterleistung ausgestattet: kegelförmigen Nanostrukturen auf den Eischalen verleiht der Schale eine raue Oberfläche, die das Ei vor dem fatalen Absturz in die Tiefe bewahrt. Zudem verhindert die Struktur, dass aggressive Salzablagerungen der Meeresgischt die Poren verstopfen. So bleibt der lebensnotwendige Gasaustausch für das ungeborene Küken jederzeit gesichert. In diesem winzigen Detail zeigt sich einmal mehr, wie präzise die Schöpfung Gottes ist.