Sterntaucher

Der Sterntaucher: Meisterwerk der Schöpfung. Im Prachtkleid zeigt sich der Sterntaucher (Gavia stellata) als eine besonders faszinierende Facette der göttlichen Schöpfung. Gott hat diesen Seetaucher mit einer so extremen Spezialisierung ausgestattet, dass die Elemente Wasser und Land bei ihm in scharfem Kontrast stehen: Während er sich auf festem Boden nur recht ungeschickt und sprungweise vorwärtsbewegt – kaum fähig, sich kurz aufrecht zu halten –, offenbart sich im Wasser die Genialität seines Schöpfers. Mit einer perfekt stromlinienförmigen Körperform gesegnet, gleitet der Sterntaucher elegant durch das Nass. Seine Anatomie erlaubt es ihm, tief zu tauchen und auf der Jagd nach Nahrung enorme Strecken schwimmend zurückzulegen. Gott hat ihm die Fähigkeit geschenkt, lange Zeit unter Wasser zu bleiben, sodass er geschickt die Tiefen durchforstet und dort reichlich Beute findet. Sein Revier verteidigt der Sterntaucher mit einem feurigen, fast aggressiven Temperament. Um seine Ansprüche zu wahren, zeigt er Eindringlingen gegenüber ein dominantes Verhalten. Auch akustisch hat der Schöpfer diesem Vogel ein gewaltiges Werkzeug mitgegeben: Der charakteristische „Gesang“ der Seetaucher ist ein extrem lautes, melodisches Heulen, das kilometerweit zu hören ist und zu den kraftvollsten Rufen der Tierwelt gehört. In Europa besiedelt er die rauen Küsten von Schweden, Norwegen, Schottland, Irland und Island und schlägt aber auch Brücken bis zum Schwarzen und Kaspischen Meer. In Nordamerika belebt er die Küsten Kanadas und Alaskas. Wenn der Winter einkehrt, ziehen die grönländischen und isländischen Populationen an die europäischen Küsten; nur in seltenen Ausnahmefällen verschlägt es sie auf große Seen im Binnenland. Seetaucher leben in strenger Monogamie. Als feste Paare suchen sie alljährlich zur Brutzeit die Reviere des Vorjahres auf und weichen selbst während des kräftezehrenden Vogelzuges und im Winterquartier nicht voneinander. Länge: 50-60 cm / Spannweite: 91-110 cm / Gewicht: 1000-2500 g