Steinschmätzer
Der Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) ist ein typischer Bewohner offener, steiniger Landschaften. In der Schweiz ist er vor allem im Gebirge anzutreffen, besiedelt aber auch Geröllflächen, Alpweiden, Kiesgruben oder andere offene Lebensräume mit wenig Vegetation. Dank seines sandbraun-grauen Gefieders ist er in seinem steinigen Lebensraum hervorragend getarnt. Sein Nest legt der Steinschmätzer gut verborgen in Felsspalten, zwischen Steinhaufen, in Erdhöhlen, Mauernischen oder anderen geschützten Hohlräumen an. Das Weibchen legt meist fünf bis sechs blassblaue Eier, die gelegentlich feine rötlich-braune Sprenkel aufweisen. Während der Brutzeit von April bis Juli werden je nach Witterung und Nahrungsangebot ein bis zwei Bruten grossgezogen. Das Männchen bewacht das Revier, verteidigt den Nistplatz und versorgt das brütende Weibchen regelmässig mit Nahrung. Nach dem Schlüpfen kümmern sich beide Eltern gemeinsam um die Aufzucht der Jungen. Die Nahrung besteht überwiegend aus Insekten, Spinnen, Regenwürmern und Schnecken, die der Steinschmätzer meist am Boden jagt. Im Spätsommer und Herbst ergänzt er seinen Speiseplan mit Beeren und anderen kleinen Früchten, um Energiereserven für den Zug aufzubauen. Der Steinschmätzer ist ein Langstreckenzieher. Seine Überwinterungsgebiete liegen in den Savannen und Trockengebieten Ostafrikas südlich der Sahara. Im Frühjahr kehrt er in seine Brutgebiete zurück. In den Alpen kann dieser elegante Vogel bis in Höhen von rund 2'700 Metern beobachtet werden. Charakteristisch sind sein aufrechter Stand, das häufige Wippen sowie der auffällige weisse Bürzel mit dem schwarzen, T-förmigen Schwanzmuster, das besonders im Flug gut zu erkennen ist. Länge: 14-16 cm / Spannweite: 26-32 cm / Gewicht: 17-41 g.