Blaukelchen

Das Blaukehlchen (Luscinia svecica) zählt mit seiner leuchtend blauen Brust zu den faszinierenden und schönsten Vögeln der Schweiz. Seinen Namen verdankt es der markanten Blaufärbung an Kehle und Vorderbrust, die Männchen im Brutkleid stolz zur Schau tragen. Je nach Unterart ziert diesen blauen Grund ein weißer oder roter „Stern“. Man unterscheidet deshalb zwischen dem weisssternigen und dem rotsternigen Blaukehlchen, aufgeteilt in insgesamt zehn Unterarten. Obwohl die Tiere eher versteckt leben, sind sie nicht besonders scheu. Ihr Zuhause finden sie in feuchten, halboffenen Lebensräumen, wo sie sich am Boden ähnlich wie das Rotkehlchen fortbewegen. Bei Störungen halten sie eine Fluchtdistanz von 10 bis 30 Metern ein. Das Blaukehlchen kann Umgebungsgeräusche imitieren. So kann es verschiedene Gesänge seiner Artgenossen und sogar Umweltgeräusche, wie Baustellenlärm oder einen Wasserfall, nachahmen. Es kann also passieren, dass man diesen Gesangmeister im ersten Moment mit einer Nachtigall verwechselt. Das Blaukelchen hört man am frühen Morgen oder Abends in der Dämmerung. Ist seine Balz erfolgreich, verstummt es und ist ab Mai kaum noch zu hören. Um dem kalten Winter zu entgehen, ziehen die europäischen Populationen nach Südspanien, Nordafrika, südlich der Sahara sowie nach Südasien. Der Name 'Luscinia' ist das lateinische Wort für die Nachtigall. Da das Blaukehlchen eng mit der Nachtigall verwandt ist und ähnlich wunderschön singen kann. Und der Artname 'svecica' bedeutet so viel wie schwedisch“, also 'Schwedische Nachtigall'. Länge: 13-14 cm / Spannweite: 20-23 cm / Gewicht: 15-23 g

Fotos oben: Neeracherried 27.09.2026


Foto oben: Unterschächen 08.09.2026 bei sehr schlechtem Licht, aber mein erstes Foto eines Blaukelchen