Sumpfmeise

Die Sumpfmeise (Poecile palustris) – deren wissenschaftlicher Name sich vom lateinischen Wort palus für ‚Sumpf‘ ableitet – ist ein in Mitteleuropa weit verbreiteter und häufiger Brut- und Jahresvogel. Optisch ist sie allerdings leicht mit der etwas selteneren Weiden- oder Mönchsmeise zu verwechseln. Trotz ihres Namens lebt die Sumpfmeise nicht im Sumpf. Sie bewohnt vor allem feuchte, abwechslungsreiche Laub- und Laubmischwälder, die einen hohen Altholzanteil, viel Totholz und einen lichten Unterwuchs aufweisen. Der kleine Singvogel ist ein echtes Leichtgewicht und bringt gerade einmal 12 Gramm auf die Waage. Bei einer Körpergröße von 11 bis 13 cm liegt sie im mittleren Bereich der Meisengrössen. Ihre im Verhältnis zur Körperlänge schlanken Flügel ermöglichen eine Flügelspannweite von etwa 13 cm. Haben sich zwei Vögel erst einmal gefunden, halten die einzelnen Paare fest zusammen. Eine faszinierende Eigenschaft der Sumpfmeise ist ihr Umgang mit Nahrung: Sobald ein gutes Samenangebot vorhanden ist, versteckt sie fettreiche Samen und Körner als Vorräte. Ein erstaunliches Erinnerungsvermögen hilft ihr später dabei, diese Vorratslager zielsicher wiederzufinden.